Bedeutung und Beschreibung der Planeten

Die Bedeutung der Sonne


Die Sonne ist ein Fixstern, der das Zentrum unseres Sonnensystems bildet und der von allen uns bekannten Planeten umkreist wird. Da die Erde auf einer ellipsenförmigen Umlaufbahn die Sonne umkreist, variiert die Entfernung zwischen beiden. Im Vergleich zu den Planeten ist die Sonne riesig groß; ungefähr 700 mal größer als alle Planeten zusammen gesehen. Auch wenn es von der Erde aus so aussieht, als ob die Sonne jeden Tag gleichmäßig von Ost nach West an uns vorbeizieht, werden wir getäuscht. Nach der Frühjahrs- Tag und Nacht- Gleiche wandert die Sonne vom Äquator in nördliche Richtung, bis sie am 21. Juni, also dem Tag mit der kürzesten Nacht in der nördlichen Hemisphäre, den Wendekreis des Krebses erreicht hat. Dann ändert sie ihre Richtung erneut und wandert südlich, über die Herbst-Tag und Nacht-Gleiche hinweg zum Wendekreis des Steinbocks. Diesen hat sie am 22. Dezember erreicht; es ist der Tag mit der längsten Nacht in der nördlichen Hemisphäre.

Die Sonne war natürlich der erste und wichtigste Himmelskörper, der von den Menschen beobachtet worden ist, und daher spielt er auch in der Mythologie eine wichtige Rolle. Die Sonne wird darin von Apollon (griechisch) oder Helios (römisch) verkörpert. Dieser Gott brachte Lebenskraft, Erleuchtung und Heilung. In der Astrologie beschreibt die Stellung der Sonne unsere Persönlichkeit, und Menschen, die sich mit diesem Wissensgebiet noch nicht weiter beschäftigt haben, meinen z.B., sie seien ein Fisch, weil ihre Sonne zum Zeitpunkt ihrer Geburt im Zeichen der Fische gestanden hat. Natürlich ist die Sonne in der Deutung sehr wichtig, aber sie ist eben nur ein Faktor unter vielen anderen. Mit einer positiv platzierten Sonne strahlen wir Lebensfreude, Zuversicht und Kraft aus und können uns Krankheiten wahrscheinlich vom Leib halten. Die Sonne wird dem Zeichen des Löwen zugeordnet, so
dass sich dieser ebenfalls mit solchen Attributen schmücken darf.

Was bedeutet die Sonne in Ihrem Horoskop?

Die Sonne symbolisiert den zentralen Mittelpunkt des Menschen - sein Ich. Sie ist ein Sinnbild unserer Lebenskraft und unserer positiven Einstellung dem Leben gegenüber. Sowohl unsere Kreativität als auch unsere Sexualität sind ein Ausdruck dieser Lebensenergie. Wenn wir unsere Lebensfreude und -kraft spüren, wünschen wir uns, dass das Leben niemals endet. Vielleicht hoffen wir deshalb,
dass ein Teil unseres Lebens in unseren Kindern weiterlebt.

Das Lebensziel jedes Menschen ist es, sich selbst zu verwirklichen. Dieses Lebensziel ist natürlich sehr individuell. Der Stand der Sonne im Geburtshoroskop kann uns jedoch Aufschlüsse darüber geben, was wir in diesem Leben verwirklichen wollen. Die Sonne ist die Energie, die aus unserem Herzen strömt. Alles, was uns wichtig ist, liegt uns am Herzen. Die Sonne im Horoskop zeigt deshalb auch unsere persönlichen Leitlinien auf. Diese zentralen Einstellungen regieren jeden unserer Lebensbereiche - auch unser Liebesleben. So werden sich zum Beispiel eine liberale Einstellung oder Besitzdenken auch auf unser Sexualleben auswirken.

In der Sexualität möchten wir unsere Vitalität spüren. Dabei kann uns unsere Sexualität auch zeigen, ob und wie wir unsere Wünsche und Begierden verwirklichen können. Wenn wir in anderen Lebensbereichen von Selbstzweifel geplagt sind, so wird das auch in unserem Sexualleben der Fall sein. Wenn wir jedoch im allgemeinen sicher durchs Leben schreiten und die Quelle unserer Lebenskraft kennen und nutzen, werden wir vermutlich auch eine zufriedenstellende Sexualität leben. Wenn wir wirklich aus unserer Mitte heraus leben, spüren wir genau, was wir wollen. Dabei kann uns keiner mehr verunsichern, weil wir einfach sind und mit uns selbst im Klaren sind. Wir brauchen unseren Partner nicht mehr als Ergänzung und Ausgleich für unsere persönlichen Mängel. Wenn wir wissen, wer wir sind, sind wir nicht mehr darauf angewiesen, dass uns das jemand bestätigt. Dann können wir den anderen frei und ohne Erwartung
lieben.

Die Sonne ist auch ein Symbol für unsere Vaterbild. Sie zeigt an, wie wir unseren Vater erlebt haben, welche Eigenschaften seiner komplexen Persönlichkeit wir herausgefiltert haben und welche Eigenschaften wir besonders stark wahrgenommen haben. Daraus entwickeln wir unser Männerbild, d.h. unsere Vorstellung davon, wie ein Mann zu sein hat.

Ein Sohn identifiziert sich mit dem Männerbild seines Vaters und nimmt es als Leitbild für die eigene Selbstverwirklichung. So, wie sich der Vater als Mann verhält, wird sich auch der Sohn zunächst verhalten wollen. Die Sonne im Horoskop eines Mannes zeigt, wie er seine Lebensfreude und -zuversicht, seine Kraft und Potenz Frauen gegenüber auslebt. Der Mars hingegen zeigt an, wie ein Mann mit seinen Urkräften umgeht, die sich z.B. als Leidenschaft oder Aggression zeigen.

Für eine Tochter ist der Vater ebenso ein Vorbild, allerdings ein Vorbild für den gegengeschlechtlichen Partner. Die Wertschätzung, die der Vater dem weiblichen Geschlecht entgegenbringt, beeinflusst das Selbstwertgefühl des Mädchens gegenüber Männern. Die Vater-Tochter-Beziehung ist die erste Beziehung einer Frau zu einem Mann und prägt natürlich ihre weiteren
Männerbeziehungen.

Nur, wenn wir uns unsere elterlichen Prägungen und unsere Verhaltensweisen in Partnerschaft und Sexualität bewusst machen, können wir allmählich unseren individuellen Weg finden. Unsere Rolle als Mann oder Frau lernen wir im Laufe unseres Lebens auf unsere persönliche Art und Weise auszukleiden und nicht mehr auf die unserer Eltern.

 

Die Bedeutung des Mondes


Auch der Mond bewegt sich nicht genau kreisförmig um die Erde, sondern beschreibt eine ellipsenförmige Umlaufbahn. Er hat einen Durchmesser von ca. 3500 km und ist damit nur ein winziges Staubkorn im Universum. Seine sich ständig verändernde Form hat die Menschheit seit jeher fasziniert und zu zahlreichen Sagen, Mythen oder auch nur kleinen Geschichten Anlaß gegeben. Während die Sonne mit männlichem Bewusstsein in Verbindung gebracht wurde, ist der Mond immer als weiblich angesehen worden, denn auch der weibliche Zyklus geht wie der Mondzyklus über 28 Tage. Die Göttinnen des Mondes werden auf vielfältige Art beschrieben, sind entweder launisch, dunkel und grausam, oder lebensspendend und gefühlvoll. Sie heißen Demeter, Hera, Artemis, Hekate oder Persephone. Selbst die Jungfrau Maria wurde früher häufig auf einer Mondsichel dargestellt.

Der
Einfluss des Mondes auf die Erde und seine Bewohner ist nicht zu unterschätzen. Er ist wahrscheinlich für den Wechsel von Ebbe und Flut verantwortlich, und warum soll er dann nicht auch unsere Körpersäfte in Bewegung bringen können?
Für die astrologische Deutung ist sehr wichtig, in welchem Stadium er sich zur Zeit der Geburt befand. Der abnehmende Mond ist eine Zeit der Konzentration und der Sammlung; alle Energien richten sich nach innen, so dass also der Neumond den Höhepunkt dieser Entwicklung darstellt. Bei zunehmenden Mond passiert das Gegenteil: es ist die Zeit des Wachstums und der Äußerung der Gefühle, und wohl jeder ist bei Vollmond schon mal übermütig geworden oder war so unruhig, dass an Schlaf kaum zu denken war. Im Horoskop repräsentiert der Mond, der dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet ist, das
Unterbewusstsein des Menschen, seine Gemütslage, die Fruchtbarkeit, die schöpferische Energie, das Zuhause, die Familie, die Mutter und die Empfänglichkeit für die Stimmungen anderer Menschen. Man kann erkennen, ob jemand eher launisch oder emotional stabil seinen Weg geht.

Was bedeutet der Mond in Ihrem Horoskop?

Der Mond beschreibt in der Astrologie unsere Gefühlswelt. Er ist Symbol für das emotionale Wesen in uns, das ohne Logik und Verstand die Welt ausschließlich über Gefühle wahrnimmt. Als Wirklichkeit werden hier nicht die objektiven Erscheinungen bezeichnet, sondern die Gefühle, die beispielsweise durch Menschen oder Umstände hervorgerufen werden. Gefühle sind wandelbar. Daher kann derselbe Tatbestand zu anderen Zeitpunkten anders erlebt und gefühlt werden.
Der Mond beschreibt uns als kleines Kind, das naiv die Welt mit seinen Gefühlen
erfasst. Die erste Beziehung zu einem Menschen hatten wir als Säugling zu unserer Mutter. Sie hat unsere kindlichen Bedürfnisse gestillt. Der Mond zeigt an, was wir uns wünschen, um uns aufgehoben und gesättigt fühlen zu können. Die Art wie wir uns Nähe und Kontakt wünschen, ist durch die Stellung des Mondes in den Zeichen ablesbar. Hingegen zeigt der Mond in den Häusern an, auf welchen Gebieten wir versuchen, unsere Wünsche erfüllt zu bekommen. Die Aspekte zum Mond geben Aufschluss darüber, durch welche Charakterzüge wir in der Lage sind, uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern. Sie zeigen aber auch an, was uns daran hindert, das zu bekommen, was wir für unsere emotionale Zufriedenheit brauchen.
Je besser unsere emotionalen Bedürfnisse in unserer Kindheit gestillt wurden, desto größer erscheint uns die Liebe unserer Eltern. Daraus entwickeln wir unsere Selbstliebe. Selbstliebe ist die Voraussetzung dafür, anderen Menschen Liebe geben zu können. Deshalb kann an der Mondstellung unsere Liebesfähigkeit abgelesen werden. Ein enttäuschter Mensch hat nicht viel an Gefühlen zu verschenken. In seiner Enttäuschung wird er sich wahrscheinlich sogar neue Frustrationen schaffen. Deshalb ist unsere Beziehung zu den Eltern - vor allem die Art, wie wir genährt wurden - prägend für unsere späteren Beziehungen. Alle Gefühlsmängel aus unserer Kindheit nehmen wir in unser Liebesleben mit hinein. Sexuelle Schwierigkeiten basieren oft auf der Kindheitserfahrung, zu wenig genährt und nicht genügend geliebt worden zu sein.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn in ihm Gefühlserinnerungen aus der Kindheit angesprochen werden, fühlt er sich vertraut. Um sich in der mutterlosen Welt nicht allein gelassen zu fühlen, sucht er nach vertrauten Gefühlsbeziehungen. Deshalb werden wir uns immer wieder genau in die Menschen verlieben, zu denen wir ein ähnliches Gefühl empfinden können wie damals zu unserer Mutter. Wir suchen uns in unseren Wahlfamilien denselben Platz wieder heraus, der uns schon als Kind in unserer Familie zugewiesen wurde.
In unserer Sexualität zeigen sich unsere Bedürfnisse. Hier wird offensichtlich, ob wir als Kind gelernt haben, unsere Wünsche nach Nähe und Körperkontakt zu äußern. Ebenso zeigt sich in der Sexualität die Stärke unseres Urvertrauens - des Vertrauens darin, ob wir uns einem Menschen in Liebe und ohne
Misstrauen hingeben können. Ob wir ein erfülltes Sexualleben führen, hängt von unserer Fähigkeit zur Empfindung von Lust ab. Wenn wir schon als Kind Lust beim Säugen und Streicheln erfahren durften, weil die Art der Befriedigung mit unseren Bedürfnissen übereinstimmte, werden wir uns auch als Erwachsener nicht so schnell im Sex frustrieren lassen. Um unsere Sexualität frei und ungezwungen leben zu können, bedarf es deshalb manchmal eines Verständnisses für unsere Prägungen aus der Kindheit.

Die Bedeutung des Merkur


Der Planet Merkur bewegt sich von der Erde aus gesehen ungefähr genauso schnell wie die Sonne, was aber eine Täuschung ist, denn er benötigt für einen Umlauf um die Sonne etwa 88 Tage. Sein Entfernung zur Sonne beträgt etwa 59 Mio. km, und mit 4840 km Durchmesser ist er kleiner als die Erde. Er kann sowohl Morgen- als auch Abendstern sein. Im Horoskop kann er höchstens 28 Grad entfernt von der Sonne stehen, so dass als Aspekt zur Sonne nur eine Konjunktion in Frage kommt.

In der Mythologie fungierte Merkur oder auch Hermes als Götterbote, der für die Nachrichtenübermittlung zuständig war. Da er klug und redegewandt war, wurde er auch zum Gott des Handels. Er hatte sogar Spaß daran, andere übers Ohr zu hauen, so dass die Diebe und anderes Gesindel ihn als ihren Gott verehrten. In der Astrologie steht er für unsere Fähigkeit zur Kommunikation, den analytischen Verstand, den Geschäftssinn, das praktische Denken und für Schlagfertigkeit. Als Morgenstern wird er dem Zeichen Zwillinge zugeordnet, als Abendstern dem Zeichen Jungfrau.

Die Bedeutung der Venus


Der Planet Venus benötigt für seinen Umlauf um die Sonne ca. 224 Tage und ist ungefähr so groß wie die Erde. Wir können die Venus oft mit bloßem Auge sehen, denn sie strahlt wie kein anderer Planet. Wie Merkur ist sie Abend- oder Morgenstern und kann im Horoskop auch höchstens 48 Grad von der Sonne entfernt stehen, so
dass nur eine Konjunktion mit der Sonne möglich ist.

Die strahlende Schönheit dieses Himmelkörpers führte dazu,
dass Venus oder auch Aphrodite in der Mythologie als die Göttin der Schönheit und der Liebe verehrt wurde. Nachdem Zeus seinen Samen ins Meer geworfen hatte, entstieg sie diesem als die Schaumgeborene. Doch sorgte ihre Schönheit nicht nur für Harmonie, sondern entfachte sogar den trojanischen Krieg. In der Astrologie steht die Venus für alles, was wir als schön und begehrenswert empfinden. Ihre Stellung im Horoskop gibt Auskunft über unser Harmoniebedürfnis, unser Liebesleben und unsere Hingabefähigkeit. Auch die schönen Künste und besonders der Gesang werden mit ihr in Verbindung gebracht, sowie unser Sinn für Ästhetik und die Art, in der wir gerne verführen oder verführt werden. Als Abendstern wird Venus dem Zeichen Waage zugeordnet, während sie als Morgenstern in das Zeichen des Stieres gehört.
Der Planet Venus verkörpert das Prinzip von Liebe und Anziehung. Es geht hier darum, dass gegensätzliche Eigenschaften zueinander kommen, zu dem Zweck, dass eine Einheit entsteht, die größer ist, als die Summe der Teile. Die Venus bedeutet nicht nur Liebe - alles, was mit Vergnügen und Freuden zusammenhängt, wird ihr zugeordnet.
Es ist das Venus Prinzip, das uns dazu drängt, unseren Sinn für unsere Identität und unseren Selbst-Ausdruck zu entwickeln. - Das versetzt uns in die Lage, das zu werden, was wir eigentlich sind.
In diesem Zusammenhang steht auch der Drang, Beziehungen einzugehen. Wir werden von denjenigen Menschen angezogen, die uns Vergnügen bereiten und in deren Gesellschaft wir uns wohl fühlen. Unsere Entscheidungen erscheinen hier nicht immer vernünftig. - das Herz ist im allgemeinen weiser als der Kopf.
Die Venus zeigt auch, wie wertvoll wir uns selbst finden. Wenn wir uns selbst nicht in ausreichendem Maß lieben, werden wir uns nicht reich genug fühlen, anderen etwas zu geben.
Auch die Schönheit auf der persönlichen Ebene wird vom Venus-Prinzip verkörpert, welches zeigt, wen wir schön finden und was andere an uns schön finden.

Das Haus, in dem die Venus steht, stellt dar, was wir mit unseren Freunden und den Menschen, die wir lieben, teilen wollen. Bei dem oder den Menschen, den oder die wir lieben, bringt das Venus-Haus zum Ausdruck, was sie sich von der Partnerschaft erwarten und welche Bedürfnisse sie haben.
Damit wir uns geliebt fühlen,
muss der Partner unser Bedürfnis nach Nähe kennen und respektieren. Schwierigkeiten in der Beziehung rühren oftmals daher,
dass unterschiedliche Vorstellungen über Nähe bestehen, die ihrerseits auf auseinandergehende Vorstellungen über das, was das Gemeinsame zwischen den Partnern ist, beruhen.

Die Bedeutung des Mars


Die Umlaufzeit des Mars um die Sonne beträgt ca. 687 Tage. Er ist mit einem Durchmesser von 6800 km kleiner als die Erde, und ist bekannt für seine rote Farbe, die seit jeher mit Aggression in Verbindung gebracht wurde. Daher wurde er in der Mythologie auch als der Gott des Krieges verehrt, der bei den Griechen Ares genannt wurde. Er war für seinen Mut und seine Tapferkeit berühmt und stürzte sich in jede Schlacht. Traditionell symbolisiert er den Krieger, der in friedlichen Zeiten aber auch das Feld bestellen muss, um seine Familie zu ernähren. Damit steht er für männliche Energie, während die Venus die Weiblichkeit verkörpert. Doch wird es glücklicherweise immer schwieriger, mit dieser doch etwas überholten Auffassung astrologisch zu arbeiten. Daher ist es sinnvoller, ihn mit unserer Antriebsenergie gleichzusetzen, die in irgendeiner Form ja sowohl Männer als auch Frauen besitzen. Mars steht für Durchsetzungskraft, Tatendrang, Aggressionen, Mut und auch für den Sexualtrieb. Er wird dem Zeichen Widder und gemeinsam mit Pluto auch dem Skorpion zugeordnet.

Die Bedeutung des Jupiter


Der Planet Jupiter benötigt für seinen Umlauf um die Sonne fast 12 Jahre und ist der größte der uns bekannten Planeten. Sein Durchmesser beträgt 143.000 km, so
dass die Erde im Vergleich mit ihm winzig klein ist. Wegen seiner Größe und seinem strahlenden Licht findet er sein Pendant in dem gleichnamigen römischen Göttervater, der in der griechischen Mythologie Zeus genannt wird. Er kümmerte sich wohlwollend um die untergeordneten Götter und um die Menschen, wenn ihm diese den gebührenden Respekt zollten. Doch konnte er auch wütend oder hochmütig auftreten und hatte zahlreiche Liebesaffären, so dass seine Gattin Hera nicht zu beneiden war.

In der Astrologie steht Jupiter für die Suche nach höheren Erkenntnissen, für die Philosophie, die Religion, Moral und Ethik. Seine Stellung im Horoskop gibt darüber Auskunft, wie wir am besten unseren Horizont erweitern können, denn er steht auch für Expansion in allen Bereichen. Recht und Gesetz, sowie die Lehre werden ebenfalls mit ihm in Verbindung gebracht. Außerdem sollte man mit seiner Hilfe auch ab und an Glück haben. Wo Jupiter steht, sollte man aber immer darauf achten, nicht zu dogmatisch, hochmütig oder exzessiv zu werden. Das Zeichen des Schützen ist sein natürlicher Zuordnungsbereich.

Die Bedeutung des Saturn


Der Planet Saturn hat einen Durchmesser von ca. 110.000 km und umrundet die Sonne in einem Abstand von etwa 1426 Mio. km. Für seinen Umlauf benötigt er durchschnittlich etwa 29 Jahre, weswegen er sich relativ langsam durch den Tierkreis bewegt. Die Mythologie berichtet von Chronos (Saturn), dass er seine Kinder aufgefressen hat, weil er glaubte, sie könnten ihn aus Machtgier umbringen. Genau das hatte er nämlich getan, um seinen Vater zu entthronen. In der Astrologie gilt Saturn daher als der karmische Planet: Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung, so
dass Saturn dafür sorgt, dass wir mit den Konsequenzen unserer Handlungen konfrontiert werden. Das ist besonders beim sogenannten 'Saturn-Return' der Fall, der im Alter von ungefähr 29 zustande kommt, wenn der Geburts-Saturn mit dem transitierenden Saturn eine Konjunktion eingeht. In dieser Zeit schaut man auf sein bisheriges Leben und ist vielleicht gezwungen, Korrekturen vorzunehmen, die sich aus begangenen Fehlern ergeben. Saturn steht für die Vergangenheit und Tradition, den Vater und das einschränkende Prinzip. Wo er steht, da müssen meist Probleme bewältigt werden, denn Herausforderungen lassen sich in jedem Horoskop erkennen. Wir müssen Angst und Hemmungen überwinden. Positiv gesehen bringt Saturn Beständigkeit, Ausdauer, Fleiß und Verantwortungsgefühl. Er wird dem Zeichen des Steinbocks zugeordnet.

Die Bedeutung des Uranus


Der Planet Uranus wurde erst im März 1781 entdeckt, also zu einer Zeit, in der in Europa alte Strukturen zusammenbrachen und Frankreich am Vorabend der Revolution stand. Sein Durchmesser beträgt ca. 49.000 km, und mit einer Umlaufzeit um die Sonne von ca. 84 Jahren benötigt er etwa 7 Jahre, um ein Tierkreiszeichen zu durchwandern. In der Mythologie war Uranus der Vater des Saturn, der ihn jedoch entmannte und seine vielen furchtbaren Kinder in die Welt entließ. In der Astrologie steht Uranus für den Bruch mit der Tradition und die Entwicklung des Neuen; er ist Geist, Intuition und Spontaneität. An seiner Horoskopstellung kann man außerdem erkennen, wie das Verhältnis zu unseren Freunden ist und ob wir uns mit Autoritäten arrangieren können. Uranus kann auch die Revolution bringen und manchmal zerstören, was er selbst gar nicht besser machen kann. In dem Zeichen des Wassermannes findet er seine Zuordnung.

Die Bedeutung des Neptun


Neptun wurde im Jahre 1846 von dem Berliner Astronom Galle entdeckt, nachdem zuvor aufgefallen war,
dass Uranus des öfteren von seiner Umlaufbahn abwich. Der Grund dafür musste ein bisher unbekannter Planet sein, dem man dann den Namen Neptun gab. Er benötigt für seinen Umlauf um die Sonne fast 165 Jahre und hat einen Durchmesser von 47.000 km. Mit bloßem Auge ist er nicht zu erkennen.

In der Mythologie ist Neptun oder auch Poseidon der Gott des Meeres, und der Herr über das Wasser, dem Element, aus dem alles Leben entstanden ist. In der Tiefe des Meeres ist die Sicht oft verschleiert, und man befindet sich in einer für uns unwirklichen Welt. Daher steht Neptun astrologisch für Täuschung, Mystik, Phantasie, Träume, übersinnliche Fähigkeiten, Ahnungen und Inspiration. Er symbolisiert die Schöpfungskraft, so
dass mit seiner Hilfe möglicherweise unsere kreativen Fähigkeiten zum Ausdruck kommen. Da er sich 14 Jahre in einem Zeichen befindet, sollten in der individuellen Deutung vor allen Dingen seine Hausposition und seine Aspekte zu anderen Planeten berücksichtigt werden. Neptun wird dem Zeichen Fische zugeordnet.

Die Bedeutung des Pluto


Pluto ist mit 2400 km Durchmesser der kleinste uns bekannte Planet. Er wurde am 21. Januar 1933 um 22 Uhr in Flagstaff, Arizona entdeckt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt er 247 Jahre und 7 Monate, weshalb sich Pluto ca. 20 Jahre in einem Zeichen aufhält. Er wird von seinem Mond Charon umkreist, der nach der griechischen Mythologie die Seelen der Toten über einen Fluss in den Hades, also in die Unterwelt, bringt. Pluto selbst ist der römische Gott der Unterwelt, dem jeder einmal begegnen wird. Astrologisch gesehen symbolisiert er die Massen und steht für plötzliche Veränderung, Zerstörung, Regeneration und Transformation. Er kann durchaus weltgeschichtlich gedeutet werden; will man ihn für das individuelle Horoskop berücksichtigen, sollte mehr auf seine Häuserstellung und seine Aspekte eingegangen werden. Pluto herrscht gemeinsam mit Mars über das Tierkreiszeichen Skorpion.

Die Bedeutung des Mondknotens


Die Mondknoten bezeichnen die Punkte, an denen die Umlaufbahn des Mondes um die Erde die Umlaufbahn der Erde um die Sonne kreuzt. Diese Schnittpunkte lassen sich errechnen und liegen sich genau gegenüber, so
dass deren Verbindung miteinander, die Mondknotenachse, quer durch das gesamte Horoskop verläuft. Sie läuft rückwärts, also vom Widder in die Fische, dann in den Wassermann u.s.w..

Um sich einmal durch den gesamten Tierkreis zu bewegen, benötigt die Mondknotenachse ungefähr 18,5 Jahre, für ein Zeichen demnach ca. 1,5 Jahre. Wir befinden uns in unserem Jahrgang in Gesellschaft von Menschen, deren Mondknoten in den gleichen Zeichen, aber in individuellen Häusern
platziert ist.

Der aufsteigende Mondknoten wird auch nördlicher Mondknoten oder Drachenkopf genannt, während der absteigende Mondknoten als südlicher Mondknoten oder Drachenschwanz bezeichnet wird. In der indischen Astrologie heißen sie Rahu und Ketu.

Die Bedeutung der Mondknotenachse ist eng mit der karmischen Astrologie verbunden und wird durch diese überhaupt erst verständlich. Der Ausgangspunkt ist die Ahnung in uns, nicht zum ersten mal hier auf der Erde zu verweilen, sondern schon Erfahrungen in vergangenen Leben gesammelt zu haben, die immer noch an uns haften. Das Prinzip der Reinkarnation wird im Horoskop durch die Mondknotenachse beschrieben, indem der absteigende Mondknoten die Vergangenheit und der aufsteigende Mondknoten die Zukunft und das Ziel in diesem Leben beschreibt. Die Achse ist somit der Weg, auf dem wir uns in diesem Leben befinden. Vielleicht ist sie sogar das auf eine Linie komprimierte Horoskop, das durch die übrigen Faktoren nur etwas näher erläutert wird.

Die Summe aller Erfahrungen aus vergangenen Leben enthält der absteigende Mondknoten, der uns daher auch meist vertrauter erscheint als sein Gegenüber. Er repräsentiert alle uns liebgewordenen Gewohnheiten, die wir oft aus Bequemlichkeit nicht ablegen und die uns an unserer Weiterentwicklung hindern; also für uns der "Weg des geringsten Widerstandes". Doch ist es unsere Aufgabe, uns zu überwinden und neue Erfahrungen zu machen, die, wie es gegenüberliegende Zeichen ausdrücken, in ganz andere Richtungen gehen. Wir sollten die Fesseln des Alten abschütteln und vorwärts schauen, zu neuen, meist noch unbekannten Ufern. Durch die Häuserstellung der Mondknoten können wir erkennen, in welchen konkreten Lebensbereichen die Weiterentwicklung stattfinden soll bzw. wo wir in überkommenen Verhaltensmustern gefangen sind.

Es ist eine der interessantesten Betrachtungsweisen des persönlichen Horoskops, festzustellen, wie weit des Weges wir bis zum jetzigen Zeitpunkt schon gekommen sind und was wohl noch vor uns liegen mag.



Was bedeutet der Aszendent in Ihrem Horoskop?

Das Sternzeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt am östlichen Horizont aufgeht, wird Aszendent (ascendere = lat.: aufsteigen) genannt. Der Aszendent verändert sich alle 4 Minuten um 1 Grad und ist somit das Merkmal, das sich im Horoskop am schnellsten verändert. Man kann sich den Aszendenten als das erste Lichtbündel vorstellen, das auf das Wesen eines Kindes einstrahlt und von dem sein erster Eindruck der Welt geprägt ist.

Der Aszendent beschreibt, wie wir uns spontan in der Welt bewegen. Er zeigt an, wie wir unsere Umwelt betrachten und mit welcher Einstellung wir auf unsere Mitmenschen zugehen. Mit unserem Verhalten kreieren wir unser Erscheinungsbild - das Bild, mit dem wir eine bestimmte Rolle in unserer Umwelt auskleiden.

Wenn wir einem Menschen zum erstenmal gegenübertreten, verhalten wir uns entsprechend der Qualität unseres Aszendenten. Wir wollen z.B. freundlich oder
selbstbewusst, mitfühlend oder intellektuell wirken. Wir geben nur diejenigen persönlichen Absichten und Gefühle von uns, die zu dem Bild passen, das wir vermitteln wollen. Jeder Umgang mit unserer Außenwelt ist geprägt durch unseren Aszendenten. Kraft des Aszendenten kann z.B. ein tiefes Gefühl kopfmäßig und kühl formuliert werden. Ebenso mag eine Wut auf den anderen durch höfliches Auftreten völlig abgeschwächt ans Licht
kommen.

Sowohl im Alltag als auch bei Liebe und Sex wird unser Verhalten vom Aszendenten maßgeblich mitbestimmt. Auch unser impulsives sexuelles Bedürfnis - angezeigt durch die Stellung des Mars - und unsere Erwartungen in unseren Liebesbeziehungen - beschrieben durch die Stellung der Venus - werden mit den Färbungen des Aszendenten geäußert werden. So können wir in unserem Inneren sehr begierig sein, zeigen dies vielleicht aber nach außen hin gar nicht oder verharmlosen unsere Absichten mit verspielter Leichtigkeit.

In unseren Beziehungen kommen wir meistens mit einer Wesensseite in Berührung, die im Gegensatz zu unserem spontanen Verhalten steht. Wenn wir eine Beziehung eingehen wollen, möchten wir uns verständlich machen und einen harmonischen Ablauf haben. Ganz
unbewusst suchen wir uns Partner, die uns die andere Hälfte unseres Wesens vorleben. Nicht selten erwarten wir das sogar von Ihnen. Vielleicht fällt es uns z.B. sehr schwer, nachzugeben - also erwarten wir von einer|einem Partnerin|Partner, dass sie|er sich uns angleicht, damit es wieder harmonisch zwischen uns werden kann. Weil sich die|der Partnerin|Partner aber oft so verhält, wie wir es bei uns selbst ablehnen würden, kommt es in länger andauernden Partnerschaften zu Krisen. Dann nämlich regt uns genau das auf, was wir von unserem Partner lernen könnten.

Bei all diesem kann uns Sexualität als Barometer dienen. Wir können an ihr erkennen, inwieweit wir die Seite in uns leben, die uns auf den anderen ausrichtet und auch bereit ist, sich anzupassen. Wenn wir diesen Teil leben, befreien wir unsere Partner von Schuldzuweisungen und Erwartungen, die einzig und allein in uns selbst zu finden sind.






Diese Seite ist Teil eines Rahmenlayouts. Sollten Sie links kein Inhaltsverzeichnis sehen,
klicken Sie bitte hier